News

Works__

About

Links

Contact




Der Mann
mit dem
Tornister

Es traten jeweils mehrere Stimmenpaare gegeneinander an, die sich nach der Erschöpfung der verwegensten Möglichkeiten endlich unter einem starken Lustgefühl miteinander vereinigten. Aus dieser Vereinigung brachen neue, tiefere Stimmen hervor, um dasselbe Thema in eine dunklere Schicht hinunterzutreiben, und so setzte sich dieses geheimnisvolle Spiel in einer ungeheuren Architektonik von Stufungen fort. Mit dem Gehalt an Wahrheit und Gültigkeit wurden die Stimmen tiefer, und im gleichen Maße wuchs das Gefühl der Lust. Auf jeder Stufe wurden die Schlüsse wesentlicher und vielsagender und doch zugleich einfacher. Endlich blieb bei diesem Absturz in den Brunnen der Erkenntnis eine einzige Stimme zurück, ein dunkles Gemurmel, das sich dem absoluten Punkte, der Zone der Urworte zu nähern schien. Und als nichts mehr zu denken, nichts mehr aufzuschließen blieb, schwieg auch sie. Es wurde still; die letzte Lust und die letzte Erkenntnis schnitten sich in der Bewußtlosigkeit.

Ernst Jünger
"Der Mann mit Dem Tornister" after texts by Ernst Jünger, Heiner Müller and Roth Rosenmohr

Festival junger Talente 2006

with: Ana Franziska Berkenhoff , Tammo Messow, Leila Barchi, Aline Benecke, Anne Kowalsky, Christian Händel, Jessica Richards, Malte Scholz, Maria Guggenbichler, Ragna Dübbelde

Directing / Sound / Text: Roth Rosenmohr
(Matthias Mohr, Tobias Rosenberger, René Rothert)

The audience perceives the songs of the last century on the proscenium stage within the greatest possible distance of the uppermost and very back theatre balcony. Great emphasis lies on the production of images, that have their full effect only from the birds perspective. The embedment in a sourround-environment intensifies the theatrical play of closeness and distance.