Breathing City ist eine Video- und Soundinstallation. Auf vier Bildschirmen ist ein achtminütiger Rundumblick auf städtische Umgebung zu sehen, eingefangen von computerkontrollierten Überwachungskameras, begeleitet von einer musikalischen Komposition für vier atmende Stimmen. Die Vielheit der Elemente erzeigt einen Kontrast von Einheit und Vielheit: Die vier Stimmen fließen ineinander zu einem Sound, die vier Bildschirme zeigen ein einziges Objekt in verschiedenen Momenten und aus verschiedenen Perspektiven, so dass das Singuläre desintegriert wird in eine Vielheit. Die Manipulation entsteht im zeitlichen Ablauf, der Wiederholungen vermeidet. Die roboterartigen Kamerabewegungen bilden einen Kontrast zur menschlichen Bewegung, das Bewegte zum Unbewegten, das Stadtleben und die lebende Stadt.


- Les Intranquilles Festival #6, Les Subsistances, Lyon (15. - 17. Juni 2007)

- Grammaire de la ville (Goethe-Institut Lyon)

- Alfred Gallery, Tel Aviv (30.07 - 04.08.07)

- Harvestworks exhibition room, New York City (17. - 18.11.07)

- Goethe Institut, Barcelona (28.04 -30.04.08)

- renew-Festival Kopenhagen (18.05 - 22.05.09)

- nama.Tre.ba 3, Trebinje, Bosna i Herzegovina (24.09 - 26.09.09, Screening)

- Kunstfilmtag 09, Malkasten Düsseldorf (19.12.09)

- MOVES 10, Bluecoat Liverpool (21.04.10 - 25.05.10)


Kunstfilmtag 09, Foto: Susanne Fasbender


Ich entwickelte die Software zu Breathing City 2007 im Rahmen des Austauschprojektes Grammaire de la Ville II. Eine bewegliche Überwachungskamera wurde im Lyoner Stadtraum installiert und mit einem selbstgeschriebenen Computerprogramm wurden die einzelnen Kameraparameter wie Pan-Tilt-Zoom-Blende, die in der Regel für Überwachungsfunktionen mit Motion-Tracking-Algorithmen verwendet werden, separat angesteuert und festgelegten autonomen Sequenzabläufen unterworfen.
Diese Abläufe wurden nach rein ästhetischen Gesichtspunkten, einer musikalischen Partitur für vier Atemstimmen folgend (Musik: Elad Shniderman) für eine Anordnung für vier Bildschirme konzipiert. Die Überwachungskamera wurde ihrer Funktionalität enthoben und autonomisiert. Videomaterial wie Audio sind ungeschnitten und bis auf eine nachträgliche Anhebung der Lautstärke digital unbearbeitet. Auf Einladung des Goethe Instituts in Barcelonas überarbeitete ich die Installation 2008 neu.




Barcelona TV 2008

Audiovisuelle Installation für 4 Monitore und Surround-Sound

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